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Wolfgang " Wolle" Gury

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Seit nunmehr 40 Jahren aktiv in der Musik.

Absoluter Autodidakt und bis heute nicht in der Lage, auch nur eine Note vernünftig zu lesen.Dennoch ist er in der Lage, (fast) jedes Lied sofort nachzuspielen.

Schon früh entdeckte er seine Vorliebe für die Gitarre. Noch während seiner Schulzeit begann er, in diversen Schülerbands seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Aus einer dieser Bands bildeten sich die damalige "Geheimtip-Band" DARBY LLOYD RAINS

Das war der Name einer amerikanischen Porno-Darstellerin, die Wolle klasse fand.

Diese Band spielte hauptsächlich die etwas unbekannteren Stücke,( aber auch die Hits) , von Wolle´s damaliger erklärter Lieblingsband  T.REX

Das alles fand im ersten Düsseldorfer "Ghetto", nämlich in Garath,statt.Bis zum heutigen Tag weht dort ein sehr "rauher" Wind, mit dem Wolle grossgeworden ist.


Später bildete sich aus dem Drummer,dem Bassisten und Wolle eine neue Formation, die dann schon für erheblich mehr Aufsehen sorgte.

Die " FLYING HEART BROTHERS"  spielten nunmehr etwas härter orientierte Musik, z.B. Stücke von den Stones, Blackfoot Sue und Hawkwind ( aus denen später Motorhead wurde) !! Dennoch, die Balladen waren auch damals schon immer ein Highlight bei Wolle´s Konzerten.


Dann wurde es einige Zeit ( musikalisch) etwas stiller in Wolle´s Leben, der sich schon sehr früh selbstständig machte und somit für seine Musik wenig Zeit hatte.Dieser Zustand konnte sich jedoch nicht lange halten.


Während er mehrere Geschäfte betrieb, formierte sich langsam die damals absolut angesagte Band in Düsseldorf, nämlich

STINGRAY

die in der Düsseldorfer Altstadt und Umgebung sehr bald Kultstatus erreichte!

Stingray zeicheten sich besonders dadurch aus, das sie insbesondere den 50er und 60 er Jahre Rock n Roll absolut authentisch reproduzierten.

Sogar Fernsehauftritte folgten....und ein KOMPLETTES Konzert von Stingray in der Kunstgalerie in Aachen wurde vom WDR live übertragen.

Es kamen Anfragen  u. a. von der damaligen Top-Saturday-Night-Show

BIO`S BAHNHOF

oder vom "Kölner Treff" mit Jürgen von der Lippe und Frank Laufenberg, dem damaligen Top-Moderator von SWF 3. Herr Laufenberg war z.B. beim wirklich legendären Konzert von Stingray in der absoluten Düsseldorfer In-Disco "SHEILA" zugegen, wobei er sich nicht nehmen liess, zusammen mit Kim Merz ( Wallenstein) eine kleine Session mit Stingray zu absolvieren.

Dennoch wollte Stingray lieber an der Basis bleiben, sich keinerlei Vorschriften machen lassen und aus dem Leben eine riesige Party machen, was sie auch ausgiebig verwirklicht haben.

Düsseldorfer Scene-Magazine wie der "Überblick" berichteten nicht nur von super Konzerten, sondern genauso gern von den (Zitat): Ausschweifenden Zügen der Band Stingray über Düsseldorf´s Königsallee" (Zitat ende).

Stingray spielten überall,

Ob es eine Westernranch war, deren Bestehen vorher in Gefahr war, oder ob es ein Krönungsball des Stadt-Tambour Corps war; Ob es eine fiftees Revival Nacht mit vielen Altstars aus dieser Zeit oder das 100 jährige Bestehen einer Schule ( die, in die Marius Müller Westernhagen ging) war; ob es eine Jahresfeier des deutschen Maklerverbandes oder ein Open-Air mit 10000 Besuchern in der Altstadt war...Stingray war überall.Es trug sich sogar zu, das die damalige Nr.1 Hit-Band " Eruption" ( I can´t stand the Rain) in der wirklich legendären Düsseldorfer Mata Hari Passage im Vorverkauf nur knapp 50 Karten verkauften.Der Veranstalter hatte sehr grosse finanzielle Bürden auf sich genommen und sah nun eine drohende Pleite auf sich zu kommen.

Er fragte Stingray, ob sie einspringen könnten und innerhalb nicht ganz einer Woche war das Cabaret  in der Passage bis auf den letzten Platz ausverkauft.

Nun,....während dieser Zeit schlich sich auch langsam das "Milieu" in Wolle´s Leben, dem er dann immer häufiger seine Zeit widmete.

Es kam , wie es kommen musste....Wolle sass einige Zeit in den Gefängnissen Deutschlands, hauptsächlich aber in Düsseldorf´s "Ulmer Höh".

Wer Wolle kennt, weiss was kam. Es dauerte nicht sehr lange, da übernahm Wolle die Band in der "Ulmer Höh"....die "BÄÄÄND"

Diese Bääänd schaffte es, ein Konzert zum Vatertag auf die Beine zu stellen, welches in die Geschichte der " Ulmer Höh" einging, weil ERSTMALIG sogar das Jugendhaus einbezogen wurde.

Vielleicht wurde hier schon der Grundstein für Wolles spätere Aktivitäten gegen die Todesstrafe und die unmenschlichen Haftbedingungen in den Todestrakten der U.S.A. gelegt.

Nun, auch diese Zeiten gingen vorbei, und Wolle wurde, frisch ausgeruht, wieder auf Düsseldorf losgelassen.

In Anlehnung an sein damaliges "Konkurrenzunternehmen" ;-))

nannte er seine neue Band

S.E.K.

Es dauerte nicht lange, da konnte S.E.K. nahtlos an die Erfolge von Stingray anknüpfen.

Aber....die Musik hatte sich geändert. Wolle hatte seine Liebe zum Blues entdeckt. Nicht dieser mit Bläsersätzen und elektronisch verfremdete  Blues.....nein, der ursprüngliche Mississippi-Delta-Blues musste es sein.

Sicher....immer wieder spielt er fünfziger Jahre Rock n Roll oder Rockabilly, gerne auch Country oder gute Rock-Stücke.....aber seine grosse Liebe gehört dem Delta-Blues.


Mittlerweile war Wolle nun ins schöne Siegtal gezogen, um die dortige Ruhe und Landschaft zu geniessen.

Auf der einen oder anderen Party spielte Wolle mal, aber im grossen und ganzen trat eine musikalische Pause ein.


Doch eines Tages besann er sich mit seinem Freund Heinz Michels in einem lauschigen Cafe, doch wieder Musik zu machen.

Geboren wurde das Westernhagen-Cover-Project:

Willi Wucher und die Hehlerkönige

Sogar sein Cousin Axel Nakaten, Bassist u.a. bei Stingray, konnte für dieses Project begeistert werden. Auch Ingo Michel von der im Westerwald sehr beliebten Rock-Formation "Purple Lake" war als exquisiter Solo-Gitarrist mit von der Partie.Auch Hans-Rudolf "Ucky" Uckert, ein ebensolches Rock n Roll Urgestein wie Wolle, der mittlerweile das MMW-Cover -Project" Die Pfefferminzprinzen" leitet, war einige Zeit mit von der Partie.Natürlich als Frontmann auch sein "Heinzje" , Heinz Michels, der beim ersten Konzert im "Löhr´s Eck" in Eitorf mit an der Front stand.Und last, but not not not least, sein Nachbar und Mitstreiter  Sascha Oepen,der mittlerweile auch seinen eigenen Weg als "Sonor-Motion" beschreitet, aber weiterhin auch in dem Solo-Programm als Musiker mitwirken wird.Inwieweit das andere auch tun werden, wird  dann von Fall zu Fall entschieden werden.

Mittlerweile ist die Band " Willi Wucher und die Hehlerkönige" etwas in der Schaffenspause, bedingt auch durch personelle Schwierigkeiten,was aber nicht heisst, das sie nicht eines Tages wieder wie Phönix aus der Asche auftauchen werden und mit der ganzen Kneipe " Jonny Walker" singen werden.


Zwischenzeitlich engagierte sich Wolle aber nun wieder für Todeskandidaten in den U.S.A. und trat mittlerweile dem Verein "Alive e.V...Koalition gegen die Todesstrafe" bei.

Infolge u.a.  dieser Einflüsse stellte Wolle nunmehr, parallel zu den anderen musikalischen Aktivitäten, ein Solo-Programm zusammen.

Diese Programm beschäftigt sich in erster Linie ( wenn auch nicht ganz ausschliesslich) mit der Todestrafe, den Gefängnissen und den Gedanken der Insassen dort.

Logisch, das hier sehr starke Blues-Einflüsse spürbar sind, da diese Musik ja  u.a. auch in den Gefängnissen entstanden ist.

Wir hoffen, das wir Sie sehr bald auf einem Konzert begrüssen können, deren Erlös Wolle ausschliesslich spenden wird.


Stefan Ortmeyer

Hoelenrecords